Qualität auf dem Prüfstand

Gutachten

sind die nachvollziehbare und nachprüfbare Erledigung der gestellten Aufgabe in Schriftform. Nachvollziehbar heißt, dass ein Laie versteht, wie der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige sein Ergebnis erarbeitet hat. Nachprüfbar heißt, dass ein anderer Fachmann Inhalt und Ergebnis überprüfen kann. Gutachten erfordern immer die ausschließliche persönliche Beteiligung des öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen. Delegation ist verboten. Der Sachverständige ist juristisch betrachtet "Beweismittel eigener Art". Selbstredend werden keine Gefälligkeitsgutachten erstellt.

und wer prüft den Sachverständigen?

die öffentliche Bestellung und Vereidigung durch die Körperschaft der Handelskammer hat den Zweck, Gerichten und der Öffentlichkeit auf einem bestimmten Sachgebiet besonders sachkundige, erfahrene und persönlich geeignete Personen zur Verfügung zu stellen.
Die Handelskammer Ostwestfalen Bielefeld prüft bundesweit einheitlich den Nachweis über die Besondere Sachkunde für Sachverständige der Fachgebiete Einbauküchen, Möbel und Holzschutz.
Die von den Industrie- und Handelskammern öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen unterliegen einer ständigen Überwachung und Überprüfung und sind zur Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen verpflichtet.
Dieser Fortbildungsnachweis wird von den Industrie- und Handelskammern alle 5 Jahre erneut verlangt.
Dadurch ist gewährleistet, dass der jeweilige Wissensstand dem laufenden technischen Wandel, dem aktuellen Stand der Technik und den sich ständig verändernden normativen Anforderungen entspricht.
Ich selbst halte Fachreferate vor Berufskollegen und bin in der aktiven Arbeit im VDMS Verband Deutscher Sachverständiger e.V. eingebunden.

Fortschrittliche Geräteausstatttung:

zur Feststellung und Dokumentation von:

Interdisziplinäre Zusammenarbeit:

Drum prüfe, wer sich ewig bindet (Schiller, 1799)

Jeder Auftraggeber eines Gutachtens sollte sich vergewissern, ob der Sachverständige wirklich öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger ist und ob er die für die Beauftragung notwendige und nachzuweisende Besondere Sachkunde für das ganze Anforderungsspektrum besitzt oder etwa nur für einen Teilbereich. Die Besondere Sachkunde verlangt überdurchschnittliche Sach- und Fachkunde und mehr als eine Meisterprüfung oder ein Abschluss an einer Fachhochschule. In zunehmendem Maße werden universitäre Maßstäbe an die Bewerber gestellt. Die Berufsbezeichnung Sachverständiger ist in Deutschland nicht geschützt. Leider wird immer wieder missbräuchliche Werbung betrieben mit phantasievollen Berufsbezeichnungen, nicht anerkannten Pseudodiplomen, zweifelhafter Zertifizierung durch private Verbände und täuschende Verwendung von falschen Rundstempeln. Durch Prüfungen und öffentliche Bestellung durch die Körperschaften des Öffentlichen Rechts der Industrie- und Handelskammern, wird dem Auftraggeber eines Gutachtens ein Größtmaß an Sicherheit geboten. Ein nicht verwertbares Gutachten ist ein nutzloses Gutachten.